Lehrgang mit Alvaro Campo

Beim seinem Lehrgang in Bad Homburg und Weißkirchen zeigte Alvaro Campo die hohe Schule des Aikido: Wie man die Absicht des Angreifers erspürt und ihn ins Leere laufen lässt. Perfektes Timing und eine wachsame Verbindung zum Partner sind besonders wichtig, damit dies gelingt. Der Stockholmer Lehrer, der auf Einladung des Aikido-Dojos Oberursel in den Taunus gekommen war, traf am Wochenende auf ein begeistertes Publikum, das aus ganz Europa angereist war, um bei diesem zweitägigen Lehrgang die eigenen Fähigkeiten zu erweitern. Besonders bemerkenswert: Die Mehrzahl der ca. 30 Teilnehmer waren Frauen.

Hüftwurf
Hüftwurf
Die gewaltfreie japanische Kampfkunst Aikido beruht auf dem Prinzip der "Vereinigung der Kräfte", d.h. der Angreifer wird nicht blockiert oder durch einen Gegenangriff unschädlich gemacht, sondern über eine kaum wahrnehmbare Verbindung gesteuert, die seine Kraft ins Leere laufen lässt. Meist endet das in einem Festlegehebel, einer Rolle oder gar einem spektakulär anzusehenden Wurf. Es braucht viele Jahre, um das dafür nötige Gespür zu entwickeln, aber bereits als Anfänger kann man die Grundprinzipien recht schnell erlernen. Dies zeigte der europaweit bekannte Lehrer aus Schweden sehr eindrücklich in den vier Trainingseinheiten des Lehrgangs, wobei er für jedes Niveau wertvolle Hinweise und Anwendungsbeispiele gab.

Wachsame Verbindung
Wachsame Verbindung
Alvaro Campo ist Träger des 4. Dan des internationalen Aikikai-Verbandes und unterrichtet in Stockholm in einem der größten Dojos des Landes. Er begann vor über 20 Jahren mit dem Training und lernte bei weltweit angesehenen Lehrern aus Japan und Europa. Das Gegenüber von Technik und Improvisation stehen bei seinem Unterricht im Mittelpunkt, und wie die beiden Elemente zueinander kommen. Er verbindet festgelegte Bewegungsabläufe mit freiem Arbeiten und erforscht, wie sich das eine in das andere integrieren lässt.

Freier Fall aus Handhebel
Freier Fall aus Handhebel
"Wir freuen uns sehr, dass Alvaro Campo unsere Einladung angenommen hat, zum ersten Mal einen Lehrgang in Hessen zu geben", sagt Klaus Meßlinger, Leiter des Aikido-Dojos Oberursel. "Mit dem Seminar hat er uns gezeigt, wie wichtig ein gutes Gespür für die Dynamik des Angriffs ist und wie man sich auf den Angreifer optimal einstellt." Die Teilnehmer gaben dem schwedischen Lehrer Bestnoten für seine ruhige und humorvolle Art des Unterrichtens und seine gut verständlichen Erläuterungen.

Wer Aikido selbst ausprobieren will: Der reguläre Unterricht findet montags von 18:30 bis 20:30 Uhr in der Turnhalle der Landgraf-Ludwig-Schule statt (Rathausstraße 13, Bad Homburg), donnerstags von 20 bis 22 Uhr und sonntags von 18 bis 20 Uhr in der Vereinshalle des TV Weißkirchen (Oberurseler Straße 16, Oberursel) statt. Für ein kostenfreies Probetraining reichen eine lange Jogginghose und ein T-Shirt; geübt wird barfuß. Einstieg ist ab 14 Jahren. Weitere Informationen finden sich unter dem Menüpunkt "Häufige Fragen".

Eindrücke vom Seminar gibt es in unserer Bildergalerie.

 

Dojo in Bad Homburg

Ab Montag, 5. November 2018, kann man im Zentrum von Bad Homburg die gewaltfreie japanische Kampfkunst Aikido üben. In der Turnhalle der Landgraf-Ludwig-Schule bietet das Aikido-Dojo Oberursel (taunus-aikido.de) ein wöchentliches Training für Frauen und Männer an, und zwar jeweils montags von 18:30 bis 20:30 Uhr.

Turnhalle der Landgraf-Ludwig-Schule
Turnhalle der Landgraf-Ludwig-Schule
Aikido ist eine gewaltfreie Kampfkunst, die im 20. Jahrhundert aus einer Reihe von alten Budo-Traditionen entwickelt wurde, mit dem Ziel, einen Angriff sicher und ohne Verletzungen abzuwehren. Die Kampfkunst findet heute immer mehr Anhänger, da sie Konzentration, Reaktionsvermögen und Beweglichkeit fördert und dabei hilft, in Konfliktsituationen selbstbewusst aufzutreten. Respekt, Höflichkeit und Achtsamkeit sind wichtige Elemente des Trainings. Geübt wird mit meist mit bloßen Händen, aber auch mit Holzwaffen. Im Aikido gibt es keine Wettkämpfe, dafür aber Prüfungen und Lehrgänge.

Freundliches Ambiente
Freundliches Ambiente
"Als stark wachsendes Dojo mit knapp 50 Mitgliedern bieten wir Unterricht an drei Tagen pro Woche an, zwei davon in Oberursel und jetzt neu in Bad Homburg", sagt Dojoleiter Klaus Meßlinger, 3. Dan des internationalen Aikido-Verbands Aikikai Tokio. "Der äußerliche Anlass für den neuen Standort war, dass unsere bisherige Halle für das dritte Training abgerissen wird, und wir nach langer Suche an der Landgraf-Ludwig-Schule fündig wurden. Wir freuen uns besonders, dass wir unsere Kampfkunst auf diese Weise dem Publikum auch an einem neuen Wirkungsort nahebringen können."

Lage im Zentrum Bad Homburgs
Lage im Zentrum Bad Homburgs
Am Montag, 5. November, und Montag, 12. November, findet hierzu ein Anfängertraining statt, jeweils zu den regulären Trainingszeiten von 18:30 bis 20:30 Uhr. Die beiden Termine können unabhängig voneinander besucht werden. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Aikido ist geeignet für Frauen und Männer aller Altersstufen – in Bad Homburg ab 14 Jahren – und setzt keine besonderen Vorkenntnisse voraus. Für das Anfängertraining reicht bequeme Sportkleidung (lange Jogginghose, T-Shirt mit Ärmeln). Trainiert wird barfuß. Der Unterricht findet zweisprachig auf Deutsch und Englisch statt. Weitere Informationen finden sich unter dem Menüpunkt "Häufige Fragen".

 

Lehrgang mit Karl Ruben

Es kommt auf die Entspannung an, wenn man sanft fallen will. Beim Aikido-Lehrgang im Aikido-Dojo Oberursel zeigte Seminarleiter Karl Ruben, welche Herausforderungen sich Angreifer und Verteidiger bei einer Reihe von Würfen stellen müssen. Neben technischer Präzision und wachsamer Verbindung zum Partner ist es ganz besonders wichtig, sich im richtigen Augenblick entspannen zu können. Der Berliner Lehrer, der jedes Jahr nach Oberursel kommt, traf am Wochenende auf ein begeistertes Publikum, das aus ganz Deutschland angereist war, um bei diesem zweitägigen Lehrgang seine Fähigkeiten zu erweitern.

Präzise Technik
Präzise Technik
Fallen, wenn plötzlich ein Arm auf einen zuschnellt? Wenn man über die Hüfte gekippt wird? Oder gar, wenn beide Arme verhebelt werden? Das alles konnten die Teilnehmer unter der Anleitung von Karl Ruben ausführlich üben, wobei die Aufgaben beider Seiten – des Werfenden und des Geworfenen – gleichermaßen anspruchsvoll sind. Für den Werfenden ist es wichtig, in der richtigen Position und mit dem richtigen Timing eine Technik umzusetzen, der der Geworfene nichts entgegensetzen kann. Umgekehrt muss der Geworfene zusehen, dass er sanft zu Boden kommt. In der japanischen Kampfkunst Aikido soll der Angreifer nicht verletzt werden, daher ist es wichtig, immer beide Seiten zu üben.

Freier Wurf
Freier Wurf
Karl Ruben ist Träger des 4. Dan des internationalen Aikikai-Verbandes und betreibt in Berlin zwei eigene Aikido-Dojos. Er begann bereits im Alter von 13 Jahren mit dem Training und lernte bei weltweit angesehenen Lehrern. Er praktiziert ein dynamisches, leidenschaftliches und präzises Aikido, in dessen Mittelpunkt die Suche nach einer gemeinsamen Bewegung beider Partner steht. Da er gerne mit einer höheren Frequenz arbeitet, liegt ein Schwerpunkt seines Unterrichts auf einer durchdachten Fallschule.

Humorvoller Unterricht
Humorvoller Unterricht
"Wir sind sehr froh, dass Karl Ruben zum dritten Mal unserer Einladung nach Oberursel gefolgt ist", sagt Klaus Meßlinger, Leiter des Aikido-Dojos Oberursel. "Mit dem Seminar hat er uns ein paar sehr anspruchsvolle Aufgaben gestellt, an denen wir noch lange arbeiten werden." Die Teilnehmer - davon etwa ein Drittel Frauen - übten mit großer Begeisterung und genossen es sichtlich, ihre Grenzen auszuloten, denn viele der Techniken und Fallübungen erforderten ein hohes Maß an Konzentration und Körperbeherrschung.

Wer Aikido selbst ausprobieren will: Der reguläre Unterricht findet ab 5. November montags von 18:30 bis 20:30 Uhr in der Turnhalle der Landgraf-Ludwig-Schule statt (Rathausstraße 13, Bad Homburg), donnerstags von 20 bis 22 Uhr und sonntags von 18 bis 20 Uhr in der Vereinshalle des TV Weißkirchen (Oberurseler Straße 16, Oberursel) statt. Für ein kostenfreies Probetraining reichen eine lange Jogginghose und ein T-Shirt; geübt wird barfuß. Einstieg ist ab 14 Jahren. Weitere Informationen finden sich unter dem Menüpunkt "Häufige Fragen".

Eindrücke vom Seminar gibt es in unserer Bildergalerie.

 

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