Movement Practice mit Max Rößner

Am vergangenen Samstag unterrichtete Max Rößner einen Workshop in der relativ neuen Disziplin "Movement Practice" (Bewegungspraxis). Hierbei geht es um das spielerische Entdecken und Erweitern der Bewegungsmöglichkeiten als Grundlage für verschiedene Sportarten und ein gesundes Bewegen insgesamt. Im Mittelpunkt des Workshops stand das Thema "Gleichgewicht und Koordination": Zahlreiche Übungen und Spiele stellten die Teilnehmer vor große aber unterhaltsame Herausforderungen. Die Veranstaltung, die das Aikido-Dojo Oberursel nun schon zum zweiten Mal organisierte, fand regen Zuspruch bei den Besuchern, die aus ganz Deutschland kamen.

Koordinationsübung mit Partner
Koordinationsübung mit Partner
"Auf einem Bein zu stehen ist doch ganz einfach", dachten viele der Teilnehmer zu Beginn der Veranstaltung, doch nur wenige Minuten später schwitzten sie und kämpften mit dem Gleichgewicht, als Max Rößner ihnen dazu verschiedene scheinbar ebenfalls einfache Aufgaben stellte, die sie gleichzeitig ausführen sollten. Sie lernten auch sehr schnell, dass "müheloses Aufstehen und Hinsetzen" viel komplizierter ist als es klingt. In zahlreichen Partnerübungen und Spielen vertiefte Rößner das Thema des Workshops und erläuterte, was das alles mit Gesundheit zu tun hat, und warum es ein hervorragendes Grundlagentraining für viele Sportarten darstellt.

Spiel zur Beweglichkeit
Spiel zur Beweglichkeit
Max Rößner trainiert seit über 15 Jahren intensiv Aikido, Capoeira und Movement Practice basierend auf der Lehre von Ido Portal und Joseph Bartz. Aus diesem Zusammenspiel ergeben sich die Einsichten, Übungen und Bewegungsformen, die er im Workshop vorstellte, und die er durch einen fundierten Exkurs zur Trainingstheorie ergänzte. Rößners Ziel war es, dass die Teilnehmer ihren individuellen Bewegungsradius neu kennenlernen und erweitern. Diese bestätigten ihm am Ende des Tages, dass er damit genau ins Schwarze getroffen hatte: Jede der Übungen war eine Herausforderung, die gleichzeitig aber auch viel Spaß machte.

'Freies Hinsetzen'
'Freies Hinsetzen'
"Ich freue mich, dass wir Max Rößner nun schon zum zweiten Mal nach Oberursel einladen konnten", sagt Klaus Meßlinger, Leiter des Aikido-Dojos Oberursel. "Die Inhalte der Movement Practice und die Art, wie Max unterrichtet, haben mir die Augen geöffnet, dass viele Grenzen der Beweglichkeit nur im Kopf existieren, und dass es viel leichter ist, seine eigenen Fähigkeiten zu erweitern, als man denkt." Meßlinger freut sich über die Zusage Rößners, auch im kommenden Jahr wieder nach Oberursel zu kommen.

Auch die Kampfkunst Aikido, die Meßlinger im Aikido-Dojo Oberursel unterrichtet, arbeitet mit vielen der vorgestellten Prinzipien. Für ein kostenfreies Probetraining reichen eine lange Jogginghose und ein T-Shirt; geübt wird barfuß. Einstieg ist ab 14 Jahren. Weitere Informationen finden sich unter dem Menüpunkt "Häufige Fragen".

Eindrücke vom Workshop gibt es in unserer Bildergalerie.

 

Lehrgang mit Ludvig Jönson

Ein beeindruckender junger Aikido-Lehrer war am vergangenen Wochenende bei uns zu Gast: Ludvig Jönson aus Stockholm unterrichtete ein Wochenendseminar mit der ihm eigenen artistischen Note. Der 26-jährige Schwede zeigte brannte dabei ein Feuerwerk besonders dynamischer Techniken ab, wobei es immer wieder um das Fallen aus ungewöhnlichen Positionen ging, und wie man dabei sanft und unbeschadet zu Boden kommt und auch noch Spaß dabei hat. Besucher aus ganz Deutschland kamen nach Oberursel, um unter seiner Anleitung ihre Grenzen auszuloten.

Wurf über direkten Eintritt
Wurf über direkten Eintritt
Ganz gleich, ob einem der Angreifer mit einem Fußfeger vor die Beine fährt, ob man mit einem Hüftwurf ausgehebelt wird oder mit einem verdrehten Handgelenk fixiert wird: Es gibt immer einen Weg, sich dieser unangenehmen Situation mit einer eleganten Rolle oder einem sanften Fall zu entziehen. Was Ludvig "Ludde" Jönson als Ausweg vorstellte, sah einfach und unbeschwert aus, erfordert aber jahrelanges Training und reichlich Überwindung. Die Teilnehmer des Lehrgangs übten mit großer Konzentration und hatten dennoch viel Spaß bei dem humorvollen Unterricht.

Freier Fall
Freier Fall
Jönson praktiziert die japanische Kampfkunst seit fast 20 Jahren, und hat sich schon früh über die Grenzen seiner schwedischen Heimatstadt hinaus einen Namen gemacht als ein begeisterter Forscher nach außergewöhnlichen und dynamischen Lösungswegen, um einem heftigen Angriff Paroli zu bieten. Trotz der artistischen Ausführung waren seine Techniken sanft und körperschonend, und er legte großen Wert darauf, dass die Teilnehmer Spaß an der Herausforderung hatten.

Vorbereitung zum Hüftwurf
Vorbereitung zum Hüftwurf
"Ich freue mich, dass wir Ludvig Jönson endlich nach Oberursel einladen konnten", sagt Dojoleiter Klaus Meßlinger. "Er steht für viele der besten Tugenden im Aikido: Ludvig verbindet Präzision, Schärfe und Dynamik mit einer auffälligen Ruhe, ist selbst in den stürmischsten Situationen entspannt und hat immer ein Lächeln auf den Lippen, was bei den Teilnehmern einen nachhaltigen Eindruck hinterließ." Meßlinger freut sich darauf, den jungen Schweden in Zukunft wieder einzuladen.

Wer Aikido selbst ausprobieren will: Der reguläre Unterricht findet dienstags von 19-21 Uhr in der alten Turnhalle der Grundschule Stierstadt (Römerstraße 1), donnerstags von 20-22 Uhr und sonntags von 18-20 Uhr in der Vereinshalle des TV Weißkirchen (Oberurseler Straße 16) statt. Für ein kostenfreies Probetraining reichen eine lange Jogginghose und ein T-Shirt; geübt wird barfuß. Einstieg ist ab 14 Jahren. Weitere Informationen finden sich unter dem Menüpunkt "Häufige Fragen".

Eindrücke vom Seminar gibt es in unserer Bildergalerie.

 

Lehrgang mit Mouliko Halén

Die Bedeutung der Faszien – des Spannungsnetzwerks des Bindegewebes – wird von immer mehr Bewegungsdisziplinen entdeckt. Mouliko Halén erläuterte beim beim Lehrgang im Aikido-Dojo Oberursel am vergangenen Wochenende, wie wichtig deren Funktion auch für die Praxis der japanischen Kampfkunst ist. Der europaweit bekannte Lehrer, einer der wenigen Träger des 7. Dans und im Nebenberuf Shiatsu-Therapeut, zeigte verschiedene Übungen, mit denen diese innere Spannung aktiviert werden kann. Besucher aus ganz Deutschland kamen nach Oberursel, um unter seiner Anleitung zu üben.

Führen über Körperspannung
Führen über Körperspannung
Um die langfasrigen Bindegewebsstrukturen, die unseren ganzen Körper von den Finger- bis in die Zehenspitzen durchziehen, für gesunde und effektive Bewegungsmuster einsetzen zu können, gibt es verschiedene Übungen. Mouliko Halén demonstrierte, wie sich diese in Aikido-Techniken einbauen lassen, um eine größere Sicherheit und Präsenz zu entwickeln. Ein zweiter Schwerpunkt des Lehrgangs lag auf der 13er Kata, einer festgelegten Übungsform, bei der man sich mit einem Holzstock gegen einen Angreifer mit Schwert verteidigt.

Arbeit aus dem Zentrum
Arbeit aus dem Zentrum
Halén unterrichtet die friedliche Kampfkunst seit mehreren Jahrzehnten hauptberuflich und mit großer Leidenschaft. Dabei interessieren ihn die inneren Mechanismen genauso wie die äußere Form der Aikido-Techniken. Er studierte verschiedene Kampfkünste, wobei seine Leidenschaft dem Aikido gehört, in dem ihm der 7. Dan verliehen wurde - eine seltene Auszeichnung für einen europäischen Lehrer. Mouliko ist ein wachsamer Geist, der sich ständig weiterzuentwickelt und dabei das Grenzgebiet zwischen Aikido und anderen Künsten erkundet.

Element der 13er Kata
Element der 13er Kata
"Ich freue mich, dass wir Mouliko Halén bereits zum vierten Mal nach Oberursel einladen konnten", sagt Dojoleiter Klaus Meßlinger. "Er beschäftigt sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Bedeutung der Faszien für die inneren Formen, wobei es ihm wichtig ist, die Verbindung zu den gewohnten Aikidotechniken zu veranschaulichen. Diese Kombination macht ihn als Lehrer so interessant." Halén hat bereits zugesagt, auch 2019 wieder nach Oberursel zu kommen.

Wer Aikido selbst ausprobieren will: Der reguläre Unterricht findet dienstags von 19–21 Uhr in der alten Turnhalle der Grundschule Stierstadt (Römerstraße 1), donnerstags von 20–22 Uhr und sonntags von 18–20 Uhr in der Vereinshalle des TV Weißkirchen (Oberurseler Straße 16) statt. Für ein kostenfreies Probetraining reichen eine lange Jogginghose und ein T-Shirt; geübt wird barfuß. Weitere Informationen finden sich unter dem Menüpunkt "Häufige Fragen".

Eindrücke vom Seminar gibt es in unserer Bildergalerie.

 

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