Movement Practice meets Yoga: Max Rößner & Jochen Kaiser

Die eigenen Bewegungsmöglichkeiten erweitern, für Sport und Alltag - darum ging es in einem Tagesworkshop am vergangenen Samstag. Zwei Lehrer halfen den Teilnehmern, ihren körperlichen Aktionsradius zu verbessern: Jochen Kaiser aus Burgellern leitete verschiedene Yoga-Übungen an, während Max Rößner aus Göttingen die relativ neue Disziplin des "Movement Practice" vorstellte, bei der die Körperwahrnehmung verbessert wird und auf spielerische Weise die Grenzen von Beweglichkeit, Ausdauer und Kraft erweitert werden.

Nach unten blickender Hund
"Nach unten blickender Hund"
Wie wichtig die Atmung für eine gezielte Entspannung ist, und wie sie in die eigenen Bewegungen integriert werden kann, zeigte Yogalehrer Jochen Kaiser in seinem Teil des Workshops. Hier konnten die Teilnehmer verschiedene Varianten des bekannten "Sonnengrußes" kennenlernen, und eine Reihe von Einzelübungen, die auch für Menschen ohne Yogaerfahrung durch tägliche Praxis eine Verbesserung ihres Wohlbefindens herbeiführen können.

Unsterbliche Spiele
"Immortal Games"
Max Rößner stellte "Movement Practice" vor, eine junge Disziplin, die auf den Ideen des Allround-Athleten Ido Portal beruht. Dabei werden auf teils sehr spielerische Weise die Bewegungsmöglichkeiten des Körpers erkundet und die Grenzen für Bewegungen ausgelotet und erweitert. Hierbei geht es ganz wesentlich um eine bessere Körperwahrnehmung, ein besseres Bewusstsein für Haltung und Verhältnis des Körpers zur Umwelt. Viele der Übungen waren ungewohnt, weil wir die Bewegungen im unserem sitzlastigen Alltag nicht ausführen oder weil wir uns gar nicht bewusst sind, welche Freiheiten wir haben. Besonders spannend fanden die Teilnehmer die "unsterblichen Spiele", eine ständig erweiterte Sammlung von Partnerübungen, bei denen man sich gegenseitig teils schweißtreibende Aufgaben stellt, für die neben Ausdauer auch sehr viel Konzentration erforderlich ist.

Beide Lehrer haben einen langjährigen Hintergrund in verschiedenen Sportarten und Kampfkünsten und konnten ihren Workshop dadurch vielseitig und spannend gestalten. Die Inhalte stellen daher auch zum Aikido-Training eine gute Ergänzung zum dar. Dass die Veranstaltung nicht nur anstrengend war, sondern auch viel Spaß machte, konnte man den Teilnehmern an den Gesichtern ablesen.

Balance-Übung
Balance-Übung
"Wir sind sehr froh, dass wir zwei so erfahrene Lehrer nach Oberursel einladen konnten", sagt Klaus Meßlinger, Leiter des Aikido-Dojos Oberursel. "Die teilweise doch sehr ungewohnten Bewegungsabläufe waren eine Herausforderung, die Lust auf mehr macht." Viele der Elemente wird er auch in das eigene Aikido-Training einbauen, da sich damit eine grundlegende Verbesserung bei der Arbeit mit Kampfkunsttechniken erzielen lässt.

Wer Aikido selbst ausprobieren will: Der reguläre Unterricht findet dienstags von 19-21 Uhr in der alten Turnhalle der Grundschule Stierstadt (Römerstraße 1), donnerstags von 20-22 Uhr und sonntags von 18-20 Uhr in der Vereinshalle des TV Weißkirchen (Oberurseler Straße 16) statt. Für ein kostenfreies Probetraining reichen eine lange Jogginghose und ein T-Shirt; geübt wird barfuß. Weitere Informationen finden sich unter dem Menüpunkt "Häufige Fragen".

Eindrücke vom Workshop gibt es in unserer Bildergalerie.

 

Suche